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Facebook Unternehmensseite für Ärzte – nah dran an der Zielgruppe

Lesezeit: 4 Minuten

Für die meisten Menschen jüngeren und mittleren Alters ist ein Leben ohne Facebook schlicht undenkbar: Man hält Kontakt zu seinen Freunden, teilt interessante Beiträge und kommentiert Artikel von Medien oder öffentlichen Einrichtungen. Aber macht Facebook auch als Marketinginstrument für Ärzte Sinn? Und was ist bei der Einrichtung einer Unternehmensseite zu beachten? In den folgenden Abschnitten erfahren Sie es.

Welche Vorteile hat eine Facebookseite für Ärzte?

Facebook ist ein klassischer multidirektionaler Kommunikationskanal: Als Arzt kommunizieren Sie mit Ihren Patienten, Ihre Patienten kommunizieren mit Ihnen, und Ihre Patienten kommunizieren untereinander. Im Idealfall entwickelt sich ein reger Austausch, von dem alle profitieren. Patienten erfahren Wissenswertes über Ihre Praxis, und Sie erhalten Ihrerseits Verbesserungsvorschläge sowie konstruktives Feedback. Die weiteren Vorteile einer Unternehmensseite bei Facebook sind:

  • Sie haben als Administrator die Kommunikationshoheit und bestimmen, wer wann was sagt bzw. sagen kann
  • Facebook ist weniger anonym als Foren, wodurch die Patienten zu ehrlicher, bedachter Ausdrucksweise gezwungen werden
  • Durch direkte Kommunikation mit Ihren Patenten verhindern Sie die Verbreitung des berüchtigten „gefährlichen Halbwissens“, das gerade im medizinischen Bereich häufig kursiert
  • Patientenbindung durch Interaktion mit Bestandspatienten
  • Patientenakquise mittels bezahlter Werbung
  • Hilfe bei der Suche nach Personal
  • Imagegewinn durch gepflegten Facebookauftritt
  • Erhöhung Ihrer Sichtbarkeit bei Google
  • Aufbau als regionale Marke

Was sind die Voraussetzungen für Erfolg bei Facebook als Arzt?

Sie sollten Ihre Unternehmensseite bei Facebook als Aushängeschild betrachten und grundsätzlich davon ausgehen, dass diese regelmäßig von bereits bestehenden Patienten und potenziellen neuen Patienten besucht wird. Dementsprechend genügt es nicht, wenn Sie einfach eine Unternehmensseite einrichten und sich anschließend nur noch am Rand um sie kümmern. Ein dürftiger Post alle drei Jahre wirkt auf Ihre Patienten eher abstoßend als anziehend. Die Bereitschaft, Zeit zu investieren, ist also eine der Hauptvoraussetzungen für Erfolg in den Sozialen Medien. Als Administrator sind Sie verantwortlich für die Inhalte und sollten sich deshalb auch mit den juristischen Rahmenbedingungen auseinandersetzen – Stichwort Datenschutz & Patientenrechte. Ein gewisses Maß an Kreativität gehört ebenfalls zu den Grundlagen, die vorhanden sein sollten. Nicht zuletzt sollten Sie sich vorab über das Wording auf Ihrer Unternehmensseite Gedanken machen und dieses anschließend konsequent umsetzen. Andernfalls rufen Sie Irritation bei Ihren Seitenbesuchern hervor oder ernten im schlimmsten Fall einen Shitstorm.

Schritt für Schritt zur Facebookseite

Die Einrichtung einer Unternehmensseite auf Facebook ist aus technischer Sicht einfach und ohne Vorkenntnisse möglich. Hier eine step-by-step-Anleitung:

  1. Falls Sie noch kein privates Facebook-Konto besitzen, sollten Sie sich über die Anmeldeseite von Facebook.de registrieren und einen Account erstellen. Sie benötigen dieses Konto, um als Administrator Ihre Businessseite zu verwalten. Die Erstellung eines neuen Fakeprofils ist übrigens nicht empfehlenswert, da Facebook offensichtliche Fakes erkennt und sperrt.
  2. Loggen Sie sich über Ihr privates Konto ein und klicken Sie auf das Pluszeichen rechts oben sowie auf „Seite“.
  3. Fügen Sie die grundlegenden Seiteninformationen ein: Name, Branche, etc. Anschließend klicken Sie auf „Seite erstellen“.
  4. Laden Sie ein Profilbild hoch – mittige Ausrichtung, mindestens 170 x 170 Pixel.
  5. Laden Sie ein aussagekräftiges Titelbild hoch. Alternativ ist auch eine Slideshow oder ein Video möglich.
  6. Klicken Sie auf „Seiteninfo bearbeiten“ und ergänzen Sie Ihr Profil um essenzielle Informationen wie Praxishomepage und Öffnungszeiten.

Facebook Business Manager nutzen

Wenn man es richtig anstellt, ist Facebook ein höchst effektives Marketinginstrument. Für den professionellen Einsatz empfiehlt sich die Nutzung des Facebook Business Managers. Über dieses Tool können Sie nicht nur Ihre Unternehmensseite erstellen und verwalten, sondern auch bezahlte Werbung platzieren. Mit bezahlter Werbung steigern Sie auf jeden Fall Ihren Bekanntheitsgrad innerhalb Ihrer anvisierten Zielgruppe. Im Idealfall akquirieren Sie dadurch sogar neue Patienten.

Und danach? Community Management nicht vernachlässigen

Sie mögen gut gemeint sein, sind aber unter Umständen höchst gefährlich – Ratschläge von Patient zu Patient in der Kommentarspalte einer Unternehmensseite. So kann sich etwa der lapidare Hinweis „Wärmflasche schnappen und ins Bett legen“ bei anhaltenden Magenschmerzen als fatal erweisen, falls eine ernsthafte, sofort behandlungsbedürftige Erkrankung dahintersteckt. Als Arzt sollten Sie deshalb das Community Management auf Ihrer Facebookseite zu keinem Zeitpunkt vernachlässigen und ungeeignete Gesundheitstipps als solche markieren.

Wichtig: Auf Patientenrechte achten

Als Mediziner wissen Sie: Die vertraulichen Daten von Patienten gleichen beinahe einem Staasgeheimnis. Aus datenschutzrechtlichem Blickwinkel ist Facebook daher problematisch. Stellen Patienten auf Ihrer Unternehmensseite Fragen zu Befunden oder Ähnlichem, so dürfen Sie diese Anfragen auf keinen Fall beantworten. Facebook ist ein öffentlicher Raum, der für jeden einsehbar ist. Im Zweifelsfall sind Sie als Arzt und Administrator dazu verpflichtet, die Rechte der Patienten selbst gegen deren eigenen Willen zu schützen. Personenbezogene Details zu Befunden, Symptomen oder Erkrankungen haben deshalb auf Ihrer Facebookseite keinen Platz. Tipp: Schränken Sie die Posting-Rechte auf Ihrer Seite ein und kontrollieren Sie als Administrator selbst, ob Sie einen Beitrag freigeben möchten oder nicht.

Besseres Ranking dank Facebook – auf den Content kommt es an

Wertvollen Inhalt vorausgesetzt, ist Ihre Unternehmensseite bei Facebook ein starkes Instrument für bessere Sichtbarkeit im oft unübersichtlichen und überfrachteten Netz. Ihre Postings sollten sich durch gehaltvolle Informationen und eine einwandfreie Rechtschreibung sowie Grammatik auszeichnen. Sinnvoll sind zum Beispiel regelmäßige Postings zu saisonalen Gesundheitsbeschwerden wie Heuschnupfen oder Grippe. Sowohl Google als auch Ihre Patienten freuen sich über Content mit Mehrwert.

Grundregel für alle Akteure im Netz: Shitstorm vermeiden

Wir sind im Verlauf dieses Beitrags bereits kurz auf das Thema Wording eingegangen. Die Wortwahl inklusive Ansprache und Perspektive ist nicht nur aus Gründen eines einheitlichen Erscheinungsbildes wichtig. Auch um einen der vielfach gefürchteten und leider schnell entstandenen Shitstorms zu vermeiden, sollten Sie auf eine sensible, politisch korrekte Wortwahl achten. Keine Ironie, keine politischen Untertöne, keine Zweideutigkeiten, keine Beleidigungen oder Herabsetzungen, stattdessen klare Formulierungen und verbindliche Freundlichkeit – das sind die Essentials für das Wording auf Ihrer Unternehmensseite.

Acht Ideen: Was kann ein Arzt auf seiner Facebook Unternehmensseite posten?

Nicht jeder Arzt ist zugleich ein vor Einfallsreichtum sprühender Texter. Deshalb geben wir Ihnen hier abschließend acht Tipps für juristisch unbedenklichen Inhalt auf Ihrer Unternehmensseite:

  • Stellen Sie neue Mitarbeiter im Porträt oder Interview vor
  • Gehen Sie sachlich informierend auf bestimmte Leistungen ein
  • Präsentieren Sie Bilder und Infos zu Fortbildungen
  • Informieren Sie Ihre Patienten über die Möglichkeit zur Onlineterminvereinbarung
  • Bieten Sie Ihren Patienten die Option, Wiederholungsrezepte online zu bestellen
  • Posten Sie die Eckdaten Ihres anstehenden Urlaubs
  • Versorgen Sie Ihre Besucher mit Hintergrundinformationen zur Ausstattung Ihrer Praxis oder besonderen Behandlungsmethoden
  • Veröffentlichen Sie für Ihre Webseitenbesucher interessante Gesundheitsnews unter der Rubrik „Wussten Sie schon, …“

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